OMNIvoice
der chor

Neueinsteigerinnen und -einsteiger

Mittendrin statt nur dabei!

Wenn Du Lust auf eine wirklich neue Freizeitbeschäftigung hast, bist Du bei uns genau richtig! Vielleicht hast Du ja schon einiges über uns gehört oder dich auf unserer Website informiert, was wir so treiben. Möglicherweise bist Du auch von jemandem auf uns aufmerksam gemacht worden, oder es hat Dich gar ein OMNI persönlich eingeladen bei uns mitzumachen. Wie auch immer: Du bist letztlich hier gelandet, was uns schon einmal sehr freut. Ja, wir freuen uns ganz ehrlich über Jeden, der (oder die) bei uns mitmachen möchte. Viele haben aber - meistens völlig unberechtigte - Zweifel, ob sie dafür geeignet wären oder wissen einfach nicht, was als OMNIsängerin oder -sänger auf sie zukommt. Um diese Dinge vorab zu klären haben wir hier einige kurze Antworten auf viele Fragen zum Chorleben zusammengetragen. Die Antworten gibt unser Chorleiter!

Behauptung: "Ich kann nicht singen!"

Antwort: "Diese Aussage stimmt oft nicht, es kommt aber darauf an was man unter "singen" versteht. OMNIvoice besteht durchwegs aus Amateuren (keine Laien, das wollen wir betonen - wir wissen meistens schon ungefähr was wir tun). Bei uns gibts keine Opernsänger oder Popikonen. Das was wir tun, kann man durchaus lernen. Was man bisher nicht gemacht hat, kann man natürlich nicht perfekt - aber das ist ja beim Fischen, Fußball- oder Kartenspielen genauso. Wir wachsen mit unseren Aufgaben. Ganz selten (!) lernt es jemand wirklich nie, aber das sind nur etwa 5 % der Menschen (wissenschaftlich erwiesen). Wir hatten solche Fälle noch nie!"

Behauptung: "Ich hab eine grässliche Stimme".

Antwort: "Das kann schon sein, aber die hatte Luis Armstrong auch, oder Wolfgang Ambros, oder Gianna Nanini oder Joe Cocker um nur einige zu nennen. Wolf Haas hat einmal geschrieben: Gehör ist wichtiger als Stimme. - Stimmt - . Ehrlich gesagt ist auch meine Sprechstimme eher - naja, ich will das nicht kommentieren. Aber ich habs immerhin zum Chorleiter gebracht."


Behauptung: "Ich hab keine Zeit"

Antwort: "Noch nie in der Geschichte der Menschheit hatte man so viel Freizeit wie jetzt. Die Kunst ist nur diese auch effizient zu nützen. Ähnlich wie beim Fitnessstudio, wo man viel Geld für etwas zahlt, das man auch völlig gratis machen könnte - nämlich Bewegung - ist es bei Hobbys im Verein: Durch die regelmäßigen Probenzeiten ist man sozusagen gezwungen sich diese zwei Stunden eben frei zu halten. Ich bin Lehrgangseiter und Architekt, arbeit zwischendurch ab und zu an der UNI, hab zwei Kinder und eine Frau und den Chor. "Zum Glück" muss ich sagen, denn sonst würd ich wahrscheinlich auch in dieser Zeit irgendwas tun, das mich nicht wirklich aus dem Alltag rausholen kann. Ein mieser Tag kann sich binnen Minuten zum Guten wenden, wenn der Chor läuft und die Musik Spaß macht. Ein Mehrwert, den man sich bei OMNIvoice gratis abholen kann."

Behauptung: "Ich kann keine Noten lesen!"

Antwort: "Wie schon gesagt, ist das etwas das man lernen kann. Auch hier ist Gehör wichtiger als alles Andere. Ich sag auch immer bei den Proben, das ewige "in die Noten stieren" schadet mehr als es nützt. Auch zu viel Denken beim Singen hilft nix wenn man die Musik nicht spürt. Ich möchte, dass man sich Musikstücke wie swimming-pools vorstellt in die man reinspringt und dann drin frei herumschwimmt, sich dabei umschaut, sich treiben lässt und es einfach geniesst. Verbissene Gesichter und überkonzentrierte Musikanten können nie locker und nett rüberkommen. Noten sind wichtig zum einstudieren, aber sie können für einen gelösten Auftritt auch störend sein.

Behauptung: " Ich will keine Verpflichtung eingehen".

Antwort: "Ja, das ist natürlich ein Problem. Eine der wirklich wichtigen Voraussetzungen für eine gute Chorarbeit ist ein Mindestmaß an Verlässlichkeit. OMNIvoice verfolgt immer wieder relativ große Projekte, an denen kontinuierlich gearbeitet werden muss. Die Mitarbeit geht dann auch über das einfache "singen gehen" hinaus: Bühnenbau, Koordination, Werbung, Brote-schmieren oder Dekorationen basteln sind einige der Dinge, die wir brauchen, um eine gute Show auf die Beine zu bringen."

Frage: "Muss ich vorsingen?"

Antwort: "Nein!"

Frage: "Was macht der Chor? Kann ich mir das leisten?"

Antwort: "OMNIvoice ist eine sehr moderne Form eines Musikensembles. Die Zeiten des "singen gehens" sind vorbei. Heute geht man "zum Chor".  Chor muss heute mehr sein als ein reiner Gesangsverein. Darum stehen neben den musikalischen Aktionen einige gemeinsame Aktivitäten am Programm die uns immer mehr zusammenschweißen. Dazu gehören kurze Ausflüge, gemeinsame Partys und Grillfeste, ca. alle zwei Jahre eine Konzertreise oder ein Probenwochenende. Die aktiven Mitglieder bekommen Rabatte auf die weiteren Reisen, Probenwochenenden werden zum Großteil vom Verein bezahlt. Es gibt keinen Mitgliedsbeitrag. Alles was OMNIvoice an Geld benötigt (Noten, Technik ect. sind sehr teuer) wird ausschließlich durch Eintrittsgelder bei den Konzerten hereingespielt."

Frage: "Was mache ich mit meiner Familie, wenn ich mit dem Chor wegfahren muss?"

Antwort: "OMNIvoice ist ein sehr familienfreundlicher Chor. Es ist grundsätzlich immer möglich Kinder und Partner zu Choraktivitäten mitzubringen. Meistens sind darum genügend Angehörige dabei, die auch einmal ein Auge auf andere Kinder haben können oder diese während eines Auftritts bespaßen. Je mehr Kinder mit sind, umso lustiger ist es für diese."

Frage: "Sind die Stücke nicht sehr schwierig?"

Antwort: "Anfangs kann es sein, dass man mit dem einen oder anderen Stück Probleme hat. Gerade als Neuling kann das oft abschreckend sein, wenn der Chor ein Werk schon recht gut draufhat und man sich überhaupt nicht auskennt. Das ist normal und legt sich irgendwann. Normalerweise bereite ich die Proben so vor, dass ich mit verschiedenen Methoden ("Tricks") auch schwierige Stellen spielerisch vermittle. So merkt der Chor zu Beginn oft ger nicht was das werden soll und plötzlich - wenn wir alles zusammensetzen - kommt etwas unerwartetes oder eh bekanntes heraus. Meine OMNIs sind nicht selten überrascht über diese Arbeitsweise. Manche Stücke sind einem aber "nur so" einfach unsympathisch, das geht mir genau so - da muss man dann durch."

Frage: "Wie läuft die Chorprobe ab?"

Antwort: "Grundsätzlich gibts für die Proben einen geplanten Ablauf - den ich oft nicht ganz durchbringe. Wir beginnen mit einem Warm-up. Bringen Körper und Geist auf Touren und lassen den Alltag hinter uns. Dazu gibts spezielle Übungen die zu unserem Betriebsgeheimnis gehören, da will ich auch nicht zu viele Details verraten. Es hat aber viel mit Bewegung und Percussion zu tun. Dann wird an den Stimmen trainiert. Dazu gibts ebenfalls ausgefeilte Abläufe. Wir singen in die Höhe und in die Tiefe - wie das andere auch machen. Dann wird etwas bekanntes gesungen - nur zum Spaß. Dann arbeiten wir intensiv an einem Stück, anschließend ist Pause. (Getränke sind für alle gratis vorhanden). In der zweiten Hälfte wird weitergearbeitet und zum Schluss versuch ich noch etwas bekanntes zu wiederholen. Ich möchte gern, dass alle mit einem guten Gefühl nach hause gehen. Es gelingt meistens, aber leider nicht immer. Das Feeling ist aber sehr individuell. Manchmal hab ich das Gefühl, dass nichts weitergegangen ist und die Sänger sind da ganz anderer Ansicht.

Frage: "Gibt´s oft Streit?"

Antwort: " Nicht oft aber: Ja! Natürlich gibt´s in einer so großen Gruppe manchmal Meinungsverschiedenheiten und das kann dann auch zu intensiveren Diskussionen führen. Alles andere wär ja nicht normal. Grundsätzlich gibt´s aber keine Chefs, die über alle Anderen bestimmen und mit denen man nicht reden könnte. Wir sind ein Haufen Individualisten, die alle das Beste aus dem Chor rausholen wollen, das birgt ein gewisses Konfliktpotential. Vor Konzerten steigt die Spannung, das äußert sich auch bei jedem anders. Normalerweise haben wir uns aber alles sehr lieb und vertragen uns auch meistens bald wieder. Mobbing darf es in einer Musikgruppe natürlich nie geben!"

Frage: "Ist der Chorleiter sehr streng?"

Antwort: "Ich kann darauf keine gute Antwort geben. Aber ich glaub nicht. Sicher gibt es diszipliniertere Chöre als uns. Ich hab keine Lust auf ewiges Zurechtweisen und Keppeln drum gehts oft auch drunter und drüber. Wenns um musikalisches geht, kann ich sicher auch recht anstrengend sein. Ich bin mir selber gegenüber sehr streng und bin froh, dass nur wenige wissen was ich so zu mir selber sage, wenn ich am Üben bin und es funktioniert etwas nicht. Würde ein Chormitglied sowas zu mir sagen, wär das sicher ein Ausschlussgrund! In der Probe bin ich meistens sehr enthusiastisch, da kann ich richtig Druck machen und geb nicht nach, bis wir etwas können. Aber mir ist es auch nicht zu blöd etwas vorzumachen damit alle wissen was ich haben will. Da wutzel ich mich schon auch einmal am Boden, hüpf auf einem Fuß, streck meinen Bauch raus oder lass die zunge raushängen. Das gehört dazu, wenn man will das die anderen mittun, muss man es auch selber machen. Das ist Begeisterung und ich werde echt grantig, wenn ich das im Chor nicht spür - das geb ich zu. Sonst bin ich ein ganz Lieber. Ich find die Rollenverteilung auf der Bühne - Chorleiter wachelt, Sänger haben zu parieren - sehr fragwürdig. Der Chor ist mündig und soll gefälligst auch so auftreten. Ein Chorauftritt sollte nicht zu einem Chorleiterauftritt werden. Ich halt die Sache zusammen, will mich aber nicht so wichtig machen. Ich steh sowieso immer irgendwie im Mittelpunkt, das lässt sich nicht vermeiden."


Frage: "Wann kanns losgehen?"

Antwort: "Eigentlich jederzeit. Natürlich ist es kurz vor einem großen Konzert schwieriger einzusteigen, weil alles schon gut läuft (haha, so stell ich mir das vor) oder es läuft eben noch nicht so gut, dann kann die Stimmung bei Neulingen auch leicht kippen. Grundsätzlich gibt es aber keinen "guten" oder "schlechten" Zeitpunkt anzufangen. Wenn eine neue Kollegin bis zum Auftritt nur wenige Stücke lernen kann macht sie halt bei den restlichen den "Forellenjodler". Was das ist können sie gut beobachten, wenn sie in ein Forellenwasser schauen: Die Fische bewegen das Maul, aber man hört nix...Eigentlich angenehm.

Proben tun wir normalerweise im Marchegger Rathaus, am Donnerstag ab 19:30. Das Ganze dauert dann bis ca. 21:30 - wenns akut wird auch ein bissl länger.
Details findest Du auf dieser Website!